








Wie entsteht eigentlich eine Geige, und was macht ihren unverwechselbaren Klang aus? Diesen Fragen gingen die Lehrkräfte bei einer schulhausinternen Lehrerfortbildung am 13. Oktober 2026 in der Geigenbauwerkstatt Goldfuß in Regensburg auf den Grund. Vor Ort erhielten sie spannende Einblicke in die traditionsreiche Handwerkskunst des Geigenbaus und erfuhren, wie aus ausgewählten Hölzern ein klangvolles Musikinstrument entsteht. Thomas Goldfuß, Inhaber der Werkstatt, nahm die Lehrkräfte mit auf eine Reise in die Geschichte der Geige. Er erläuterte ihren historischen Ursprung und zeigte auf, wie sich das Instrument über die Jahrhunderte entwickelt hat. Dabei wurde deutlich, wie viel Erfahrung, Fachwissen und handwerkliches Geschick hinter dem Bau einer Geige stecken. Besonders beeindruckend waren die Einblicke in den Herstellungsprozess: Rund 200 Arbeitsstunden benötigt es, um eine Geige aus mehr als 60 Einzelteilen zu fertigen. Jeder Arbeitsschritt erfordert dabei höchste Präzision und Sorgfalt. Von der Auswahl und Bearbeitung des Holzes über das Zusammensetzen der einzelnen Bauteile bis hin zur Fertigstellung des Instruments ist viel Geduld und Fingerspitzengefühl gefragt. Auch die verwendeten Materialien sorgten für großes Interesse. Für den Bau kommen unterschiedliche Hölzer zum Einsatz: roter Ahorn aus Bosnien, heimische Fichte und Ebenholz aus Madagaskar. Jedes Holz besitzt eine besondere Eigenschaft und erfüllt eine wichtige Aufgabe beim Bau des Instruments. So tragen die sorgfältige Materialauswahl und die präzise Verarbeitung entscheidend zur Klangqualität und zum Erscheinungsbild der Geige bei. Die gewonnenen Erkenntnisse bieten wertvolle Anknüpfungspunkte, um zukünftig die Welt der Streichinstrumente im Unterricht lebendig und anschaulich zu vermitteln.